Gulaschsuppe meiner Mama

Volksgerichte sind wie Volkslieder von Region zu Region unterschiedlich. Hier ist eine Variante aus dem südlichen Transdanubien. Meine Mutter hat dieses Rezept von ihrer Mutter gelernt.

Das Wort Gulasch (ungarisch: gulyás /ˈgujaːʃ/) bedeutet Rinderhirte. Die Gulaschsuppe wird traditionell aus Rindfleisch gemacht. Kauf 200 g Rindfleisch pro Kopf. Entferne die Knochen und die Fettknoten, und schneide es in Würfel.

Schnipsele eine halbe Zwiebel pro Kopf in kleine Würfelchen, die du nachher mit ein wenig Öl glasig anbrätst. Wenn deine Zwiebelwürfelchen diesen gelblich glasigen Zustand erreicht haben, ist es zu empfehlen, den Topf von der Hitze zu nehmen, bevor du einen Teelöffel Paprikapulver pro Person reinmachst. Verdünne das Ganze mit ein bisschen Wasser, bevor du das Fleisch reinkippst, aber das Fleisch selbst wird auch noch Wasser abgeben. Nun koche es weiter, bis die Flüssigkeit verdampft ist.

Nach dem Verdampfen der Flüssigkeit brennt das Fleisch ziemlich schnell an, daher pass gut auf und rühre es häufig, aber ein bisschen sollte es schon angebraten werden. Wenn du meinst, dass es genug gebraten hat, kannst du es mit 1/2 liter Wasser pro Kopf aufgiessen.

Das ist der Moment, eine Paprika und eine Tomate entweder ganz, halbiert oder geviertelt reinzumachen. Die Paprika kann je nach Lust auch ein bisschen scharf sein. Lorbeerblätter können in dieser Phase auch etwas zum Geschmack beitragen. Salzen nach Geschmack und aufkochen.

Wenn es wieder kocht, kannst du etwas Möhrchen und Petersilie (sowohl Wurzel als auch Blätter) reinmischen. Sellerie und Kohlrabi schaden auch nicht. Mit dem Gemüse kannst du es noch mal zum Kochen bringen und dann auch die in Würfel geschnittenen Kartoffeln (cirka 200 g pro Kopf) dazugeben. Die Kartoffeln brauchen ungefähr 20 Minuten, bis sie durch sind. Es ist auch völlig legitim, in den letzten Minuten das Gericht mit Spätzle zu ergänzen.

Vor dem Servieren nehmen wir die zerkochten Tomaten- und Paprikastücke normalerweise raus.
Bern, den 13. Dezember 2008, Róbert Illés


← zurück zur Hauptseite